Strategische Lage

Wallonien: Im Herzen Europas und der Welt

Als eine Region der Übergänge und des Austausches ist Wallonien entschieden nach außen gewandt. Es zählt zu den eigenständigsten föderalen Einheiten weltweit und verfügt über die rechtliche Fähigkeit, im Bereich seiner Kompetenzen direkte internationale Beziehungen zu unterhalten.

Wallonien setzt diese weitgehende Autonomie gewinnbringend ein, um die Entwicklung eines Gebietes zu stärken, das von Anfang an hinter dem europäischen Projekt stand, eng in den Weltmarkt integriert und bestrebt ist, eine solidarische Entwicklung der ganzen Welt zu erreichen.

Rund zehn im Ausland installierte Vertretungen von Wallonien-Brüssel vertreten offziell die Region Wallonien und die Französische Gemeinschaft in ihrem jeweiligen Land.

Um ihre Präsenz auf den ausländischen Märkten sicherzustellen, hat die Region Wallonien ein immer dichteres Netz von Wirtschafts- und Handelsvertretungen aufgebaut, das momentan rund hundert Länder und fünf internationale Organisationen abdeckt.
Ihre Rolle besteht darin, den Exporteuren Walloniens tiefgreifende Kenntnisse der Märkte zu verschaffen, die Rolle einer Schaltstelle zu übernehmen und die Funktion der Sondierung und der Förderung zugunsten der Produkte Walloniens zu erfüllen.

Zugang zu Märkten

Autobahnnetz
Mit 842 km Autobahn sind in Wallonien optimale Verbindungen gegeben, in Richtung:

• Antwerpen
• Brüssel
• Niederlande
• Luxemburg
• Deutschland
• Frankreich

So sind 58,8 Mio. Einwohner innerhalb von vier Stunden zu erreichen. In kaum einem Tag auf der Straße kann ein Großteil der berühmten „europäischen Banane“ erreicht werden, das bedeutet, eine Zone mit 370 Mio. Verbrauchern. Dazu gehören rund zwanzig größere Städte in einem Halbmond, der sich von England bis Spanien wölbt.

Schienennetz
Diese ideale Lage nutzt auch dem Schienennetz. Die Wallonie wird von vier Hauptstrecken des europäischen Netzes bedient. Ein Transit von 13 Mio. Tonnen wird jährlich abgewickelt, was Arbeit für 3.700 Menschen bedeutet. Unter den bevorstehenden Entwicklungen findet sich die Neubaustrecke des TGV von Brüssel zur deutschen Grenze, die 2006 fertiggestellt wird, und deren Schnellfahrstrecke zwischen Louvain und Lüttich bereits in Betrieb ist.

Der TGV wird auch beim Warentransport in der Region seine Rolle spielen, schließlich ist Wallonien als eine der wenigen europäischen Haltestellen des Güter-TGV vorgesehen.

Wasserwegenetz
Im Wasserbereich ist der autonome Hafen von Lüttich (Port Autonome de Liège, PAL) nach Duisburg und vor Paris der seiner Bedeutung nach zweitgrößte Binnenhafen Europas. 2004 wurden im PAL, alle Transportwege zusammengenommen, 21 Mio. Tonnen umgeschlagen.

Ermöglicht durch die - wiederum strategische- Position inmitten des Beckens Rhein-Schelde-Maas ist auch der direkte Zugang zur wichtigsten Hafenregion der Welt (Antwerpen-Rotterdam, Gent, Zeebrügge) bei seiner Entwicklung sicher nicht zu unterschätzen.

Ein Hafen, dessen Infrastruktur durch verschiedene laufende und künftige Investitionen mit Unterstützung des europäischen Regionalentwicklungsfonds FEDER im Rahmen des Programms Objectif 2 Meuse-Vesdre 2000-2006 sowie des Infrastruktur- und Verkehrsministeriums modernisiert wird.

Luftverkehrsanbindung
Die Positionierung des rund um die Uhr geöffneten Flughafens Lüttich in der Frachtnische ermöglichte 2005 die Abwicklung von 374.000 Tonnen.

Mit diesem Ergebnis nimmt er den 8. Platz der europäischen Hitparade ein.

Durch seine Infrastruktur kann dieser Regionalflughafen die großen Carrier aufnehmen, die ganz Europa, Asien und Afrika bedienen. Er ist außerdem mit einer Zollstelle und einem anerkannten Veterinärzentrum ausgestattet.

 

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