Sektoren

Automobilindustrie bis Life Sciences

In der Automobilindustrie werden durch die Ford-, Opel- (GM), Audi- und Volvowerke etwa 800.000 Wagen produziert, während LKW-, Bus- und Sonderfahrzeugkonstrukteure auch Fahrzeuge und Komponenten für den Weltmarkt herstellen.

Im Bereich Logistik haben die Lage Flanderns und die Verkehrsinfrastruktur der Region eine Vielzahl von sowohl internen als auch Drittunternehmen nach hier gebracht, während sich der Hafen Antwerpen in der Chemieproduktion zum größten Cluster Europas und zum Zweitgrößten der Welt entwickelt hat.

Im Bereich Life Sciences hat die Region eine lange Tradition in innovativer Forschung, Produktion und Vertrieb. Es gibt hier eine Vielfalt von Weltkonzernen in den Bereichen Pharmazeutika, Biotechnologie, medizinische Geräte und medizinische Bildgebung sowie in unterstützenden Aktivitäten.

Und im Bereich IKT hat sich Flandern beispielsweise in der digitalen Signalverarbeitung mit einem Cluster internationaler und lokaler Jungunternehmen in der Nähe der Universitätsstadt Löwen an die Spitze gearbeitet.

Flandern konzentriert sich auf die Schaffung des richtigen Umfelds für den Aufschwung dieses und anderer Sektoren - die richtige Infrastruktur, die richtigen Arbeitskräfte, die richtige Plattform.

Automobilindustrie

Eine dynamische Vergangenheit … Eine dynamische Zukunft …

Flandern bietet Automobilkonstrukteuren einen dynamischen, blühenden Sektor mit einem der konzentriertesten Produktionsstandorte der Welt. Der Sektor in Flandern deckt die gesamte Bandbreite an Aktivitäten ab - von Produktion bis Forschung, von Logistik bis hin zu Telematik.

In den Montagebetrieben der Region laufen fast eine Million Autos pro Jahr vom Band. In einem Umkreis von nur 65 km gibt es Werke von Ford, General Motors, Volvo Cars und Volkswagen.

Der Logistiksektor

Der richtige Platz, die richtige Infrastruktur
Schon seit einigen Jahren reihen unabhängige Studien Flandern oder Belgien an die Spitze der europäischen Standorte für Logistik- und Vertriebsaktivitäten.

Eine volkswirtschaftliche Studie von Cushman & Wakefield Healey & Baker aus dem Jahr 2004, die durch das Flämische Institut für Logistik in Auftrag gegeben wurde, bewertet europäische Regionen nach einem gewichteten Index, der Kosten, Verkehrssysteme, Erreichbarkeit, Versorgung, Arbeit und Know-how berücksichtigt. Dazu gehörte auch eine vergleichende Studie der europäischen Provinzen, aus der die flämische Provinz Limburg als Spitzenreiter und weitere drei flämische Regionen unter den Top 10 hervorgingen. Alle fünf Provinzen schienen unter den Top 12 der fast 40 europäischen Regionen auf.

Schlüsselfaktoren
Die Lage der Region im Herzen der Kernwirtschaft Europas, ihre hoch entwickelte Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur und ihre Arbeitskräfte sind drei der wichtigsten Trümpfe.

Flandern bietet vier wichtige europäische Häfen, hoch entwickelte und integrierte Straßen-, Bahn- und Wasserstraßeninfrastruktur, einen führenden Flughafen als europäischen Verkehrsknotenpunkt und eine Bevölkerung mit einer der höchsten Produktivitätsbewertungen und den besten Sprachkenntnissen der Welt. Kurzum, Flandern bietet Logistikunternehmen den richtigen Standort, die richtige Plattform und die richtige Infrastruktur.

Biowisschenschaften

Innovation & Erfahrung … Forschung & Kompetenz …
Flandern hat eine lange Erfolgsgeschichte von Entdeckungen und Innovation im Bereich Life Sciences - bei Pharmazeutika, Biotechnologie, medizinischen Geräten und medizinischer Bildgebung.  Die Akteure in diesem Milliarden Dollar schweren Sektor sind in Forschung und Entwicklung aber auch Produktion und Logistik präsent.

Neben hohen Investitionen in R&D wird auch weiter in neue Einrichtungen investiert, wie Genzyme, das Biotech-Unternehmen aus Massachusetts, mit einer 2005 in der Region eröffneten Forschungs- und Produktionsanlage und Johnson & Johnson mit einer neuen Produktionsanlage für sein Tochterunternehmen Tibotec beweisen.

Im Bereich Pharmazeutika ist das aus Flandern selbst stammende Janssen Pharmaceutica, heute eine Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, am bekanntesten. Mit seinen wichtigsten Forschungs- und Produktionsstandorten in Flandern hat Janssen eine Reihe wichtiger Arzneimittel entwickelt, die viele verschiedene therapeutische Kategorien abdecken. Darüber hinaus haben auch AstraZeneca, Alcon, Schering-Plough und Pfizer große Produktions- und Vertriebsanlagen für Europa oder die ganze Welt in der Region.

Mehr als 20.000 Menschen sind in Flandern in diesem Sektor beschäftigt, darunter 7.000 in Biotech und etwa 6.100 Forscher an flämischen Universitäten und Forschungsinstituten. Jedes Jahr gibt es etwa 3.600 Studienabsolventen im Bereich Life Sciences.

Die chemische Industrie

Europas führendes Produktions- & Logistikzentrum
Flandern bietet Chemieunternehmen, die nach Europa expandieren oder ihre europäischen Aktivitäten ausdehnen wollen, einen der höchst entwickelten Chemiecluster der Welt.

Als Sektor ist die Branche wichtig für das ganze Land und erwirtschaftet mehr als 20% des gesamten Exportvolumens Belgiens. Und während Belgien nur 2,7% der Bevölkerung der Europäischen Union und 3,2% des BIP der EU repräsentiert, liefert die chemische Industrie des Landes mehr als 8% des europäischen Umsatzes im Sektor und ist für 17% der europäischen Exporte von chemischen Produkten verantwortlich.

In der Region Flandern finden wir mit etwa 1.500 Unternehmen, darunter etwa 1.100 Klein- und Mittelbetriebe, den Löwenanteil der Branche. Die Branche bietet 160.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 33 Milliarden Euro. Das jährliche Investitionsbudget des Sektors beläuft sich auf etwa eine Milliarde Euro.

Rohstoffe per Pipeline
Der Sektor hat sich in einem Korridor von Westflandern und Ostende über Gent bis Antwerpen und von dort weiter entlang des Albertkanals bis Tessenderlo angesiedelt. Der Hafen Antwerpen ist der größte Cluster in Europa.

Mit fünf Raffinerien und vier Crackern ist er ein wichtiger Hersteller der sechs wichtigsten petrochemischen Verbrauchsstoffe - Ethylen, Propylen, Butadien, Benzen, Toluol und Xylen. Er ist auch der wichtigste Knotenpunkt des westeuropäischen Pipelinenetzes. Im Großraum Antwerpen gibt es mehr als 100 Pipelines mit einer Gesamtlänge von mehr als 350 km, in denen insgesamt 15 verschiedene Produkte befördert werden. Ein Netz von Pipelines verbindet Anlagen an beiden Ufern der Schelde und liefert Verbrauchs- und Rohstoffe.

Wichtige Unternehmen in Flandern umfassen BASF, Bayer, Borealis, BP, Chevron, DuPont, Eval (Kuraray), Ineos, Kaneka, McBride, Monsanto, Nippon Shokubai, Proviron, SolVin, Tessenderlo und Total.

Spezialisierte Logistikanbieter
Im Bereich Logistik bietet Flandern die Verbindungen über Pipelines, Straße, Schiene, Meer und Binnenwasserstraßen, die die chemische Industrie braucht. Und durch die Nähe einiger weiterer Cluster gibt es spezialisierte Tanklager- und Serviceanbieter. Eine Gruppe von Unternehmen unter der Schirmherrschaft des Belgischen Verbands von Tanklagerbetreibern (BATO) liefert kompetenten Service und bietet in ihren Anlagen eine gesamte Tanklagerkapazität von etwa 3,6 Millionen m³, darunter auch die weltweit höchste Lagerkapazität in Edelstahl.

Die Lage Flanderns im Herzen der europäischen Kernwirtschaft und seine Logistik- und Verkehrsinfrastruktur bieten schnelle und effiziente Versorgungs- und Vertriebsverbindungen mit anderen Märkten.

Möglichkeit geteilter Standorte
Neue Standorte sind vorhanden und vier Unternehmen bieten die Möglichkeit geteilter Standorte - Proviron in Ostende, und Bayer-LANXESS, Ineos und Monsanto im Hafen Antwerpen.

Flandern bietet die Vielfalt und Integration, die Lage und Logistik, die Arbeitskräfte und die Kompetenz für Chemieunternehmen, die ein neues Standbein in Europa suchen.

Die IKT Branche

Die IKT-Branche in Flandern ist besonders dynamisch und gehört in einigen Bereichen, darunter Banksysteme, Mikroelektronikforschung und Nanotechnologie, zu den Spitzenreitern der Welt.

Telekommunikation in Flandern ist modern und zuverlässig und hat eine der höchsten Raten von Breitbandanschlüssen Europas und ein wettbewerbsstarkes Umfeld, in dem sich einige der weltweit wichtigsten Akteure finden. Brüssel ist eine der weltweit führenden Internet-Schaltstellen. E-Government wird immer erfolgreicher, insbesondere in der Betriebswirtschaft.

Viele der Unternehmen in individuellen Bereichen haben sich dicht bei Universitäten oder Forschungsinstituten wie IMEC gruppiert und Clusterorganisationen wurden gegründet, um mit Synergie und Informationsaustausch Rückhalt zu bieten. Diese Cluster umfassen:

DSP Valley: Mehr als 2.000 DSP-Experten arbeiten bei den verschiedenen Unternehmen im Cluster. Unternehmen wie Acunia International, Barco und Target Compiler Technologies sind hier vertreten. Einige sind Spin-offs des IMEC, des größten unabhängigen Forschungszentrums Europas für Mikroelektronik, Nanotechnologie, Methoden zur Entwurfsautomatisierung und IKT-Technologien.

Flanders Multimedia Valley: Das FMV ist ein virtueller Cluster von etwa 100 Unternehmen, die sich mit Online- und Offline-Multimedia-Produktion, Inhalts- und Anwendungsentwicklung, Internetdienstleistungen sowie e-Business & e-Government beschäftigen. Besondere Unterstützung für die Unternehmen im Cluster bietet das universitätsnahe Expertise Center for Digital Media (EDM), ein Zentrum für angewandte Forschung.

Grafik: Das Flämische Innovationszentrum für grafische Kommunikation (VIGC) will seinen Mitgliedern Informationen bieten, um ihre Produkt- und Prozessinnovation zu verstärken. Zu den strategischen Partnern gehören Agfa, Creo, Esko-Graphics, Plantin-Heidelberg, Kodak Polychrome Graphics, MAN Roland Belgium, Océ und Strobbe Graphics/Xeikon International. Für eine noch bessere Dienstleistung arbeitet das VIGC mit führenden Forschungsgruppen wie dem Rochester Institute of Technology (RIT) und ähnlichen Organisationen in den Niederlanden und Deutschland zusammen.

Telematik:
Flandern hat sich zu einem wichtigen Cluster für Telematikunternehmen entwickelt, unter denen wir Entwickler und Lieferanten von Technologien sowie Betreiber und Integratoren aber auch die Wissensinstitute wie Universitäten finden. Die Clusterorganisation hat eine breite Palette von Mitgliedern und arbeitet zusammen mit regionalen, nationalen und europäischen Regierungen an der Umsetzung intelligenter Verkehrssysteme.

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