In Tschechien erlebte der Markt mit Industrieimmobilien in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum. Die Nachfrage nach Industrieflächen weitete sich in den letzten zwei Jahren von Prag auch auf weitere Regionen wie Pilsen, Brno und neuerdings auch Ostrava aus. In der nahen Zukunft erwarten wir in Tschechien noch eine Steigerung beim Erwerb von Industrieflächen sowie eine weitere Zunahme der Anteile von Standorten außerhalb der Hauptstadt.
Ende 2008 machte die Gesamtheit modern erschlossener Logistik- und Industrieflächen 2.983.240 m2 aus. Nur in der 2. Hälfte von 2008 kamen fast 340.000 m2 dazu, was für 2008 einen Gesamtzuwachs von 641.900 m2 bedeutete. Insgesamt wurden im ganzen Jahr 2008 716.700 m2 erworben, was im Vergleich mit 2007 eine Abnahme von 28% ist. Die größten Erwerbsziffern wurden in Groß-Prag (391.000 m2) verzeichnet – gefolgt von West-Böhmen (95.000 m2) und Nordost-Böhmen (70.600 m2).
Neue Developer betreten den tschechischen Markt und werden insbesondere auf den regionalen Märkten den Wettbewerb anheizen. In der Zukunft wird der Standortwahl wohl vermehrt Aufmerksamkeit gewidmet werden, insbesondere was die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und die Verkehrslage betrifft. Wichtige Fertigstellungen in der 2. Hälfte von 2008 waren ProLogis Park Ostrava (69.800 m2), VGP Park Horní Počernice (41.000 m2) und D5 Logistics Park (32.500 m2) im 3. Quartal und Starzone Pardubice (27.600 m2), Panattoni Park Prague Airport (14.107 m2), VGP Park Hradec Králové (13.275 m2), Tulipan Logistics Park (26.700 m2) und Západní zóna Bezděčín Mladá Boleslav (16.220 m2) im 4. Quartal.
Die attraktivste Option für Investoren, die geeignete Räumlichkeiten erwerben möchten, ist es, in einer der vielen Industriezonen, die erstellt wurden bzw. die gegenwärtig erschlossen werden, ein eigenes Objekt zu bauen. Diese Zonen bieten Grundstücke mit Infrastruktur an und wurden häufig mit der Unterstützung von staatlichen Förderprogrammen und in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden erschlossen. Seit 1998 kam Förderung für die Erstellung bzw. die Weitererschließung insgesamt 100 Industriezonen zugute, wovon sich die meisten in den Regionen Ústí, Mittelböhmen und Mähren-Schlesien befanden. Gegenwärtig konzentriert sich Finanzierung auf die Weiterentwicklung der großen strategischen Industriezonen Nošovice, Mošnov, Kvasiny, Holešov und Triangle.
Aus diesen Programmen wurden insgesamt CZK 9,184 Milliarden auf die einzelnen Zonen verteilt. Dank dieser Förderung wurden 3.129 ha von Industriezonen erschlossen, in denen seither 606 Firmen CZK 210 Milliarden investiert und 103.054 Arbeitsplätze geschaffen haben.
Für die Programmperiode 2007-2013 wird CzechInvest in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium ein Immobilienprogramm vorstellen, das aus EU-Strukturfonds finanziert wird, und das auf den Erfahrungen aus dem vorhergehenden Programm der Jahre 2004-2006 aufbaut.
Das Ziel des Immobilienprogramms ist es, die Schaffung und Erschließung von Geschäftsliegenschaften, einschließlich Infrastruktur, zu fördern und das Investitionsklima und die Investitionsbedingungen in der Tschechischen Republik zu verbessern. Dieses Programm wird mehrere Arten von Projekten beinhalten, die aus finanziellen Mitteln europäischer Fonds und dem Staatshaushalt gefördert werden. Unterstützt werden Projekte zur Vorbereitung von Industriezonen, zur Umsiedlung von Firmen und zum Bau von Mietshäusern. Im Mittelpunkt stehen wird allerdings die Regeneration von Brownfields, einschließlich der Renovierung von Gebäuden und der Regeneration von aufgegebenen Standorten.
Das Programm ist für fast alle Typen von Unternehmen offen – mit der Ausnahme von multinationalen Konzernen. Die grundlegenden Einschränkungen betreffen die Benutzer der geförderten Immobilien, die überwiegend KMUs sein sollen, die in der Herstellungsbranche angesiedelt sind.
Gründung eins Unternehmens in der Tschechischen Republik