Stadt der Diamanten und Mode

Antwerpen ist die größte Stadt Flanderns und nach Brüssel, die zweitgrößte Stadt Belgiens. Sie ist ein bedeutendes europäisches Maritimzentrum. Durch ihre zentrale Lage gehört sie mit dem Antwerpener Hafen zu den wichtigsten Handelzentren West-Europas.
Antwerpen ist gleichfalls das Weltzentrum für Diamanten.
Eine Besonderheit Antwerpens ist seine Vielfältigkeit an Kulturen. In Antwerpen sind mehr als 170 Nationalitäten vertreten und damit gehört sie zu den meist multikulturellen Städte der Welt.
Aufgrund der günstigen Lage ist Antwerpen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem eigenen Auto, dem Schiff oder mit dem Flugzeug schnell zu erreichen und deswegen für einen kurzen Citytrip sehr geeignet.

Mit jährlich mehr als 1,56 Millionen Übernachtungsgästen aus mehr als 170 Ländern ist Antwerpen geprägt von internationalem Flair.
Antwerpen – genau, was Sie von einer Stadt erwarten: erwärmend und ungekünstelt, aber auch lebhaft und kosmopolitisch. Eine Stadt zum Leben und gesegnet mit atemberaubender Architektur, stilvollen Geschäften, imponierenden Monumenten, Jazzklubs, hinreißenden Kunstwerken, Kneipen, wo das Bier reichlich fließt, und Restaurants, wo Sie sich an den herrlichsten belgischen und multikulturellen Gerichten erfreuen können. Diese Dinge sorgen dafür, dass es den Gästen in Antwerpen nie langweilig wird – egal ob der Grund ihres Aufenthaltes nun privat oder geschäftlich ist.
Der Antwerpener Hafen ist der zweitgrößte Europas und gehört zu den zehn größten der Welt und ist darüber hinaus der produktivste. Ein dichtes Netz von Flüssen und Kanälen, Straßen und Bahnlinien gewährleistet eine zügige Verbindung zum Hinterland.
Der heutige Hafen erstreckt sich im Norden der Stadt über ein Gebiet von etwa 13.500 Hektar. Jährlich werden etwa 190 Millionen Tonnen Waren behandelt.

Antwerpen, Weltzentrum für Diamanten, ist kein leerer Slogan. „Antwerp quality“ und „Antwerp cut“ sind international handelsübliche Fachausdrücke, die Synonyme sind für eine perfekte Diamantverarbeitung und ein qualitativ hoch stehendes Endprodukt.
Die Diamantindustrie ist heute, nach dem Hafen, der zweitwichtigste wirtschaftliche Pfeiler für Antwerpen. Mehr als 80 % der Rohdiamanten und 50 % der geschliffenen Diamanten aus der ganzen Welt werden hier jährlich verhandelt. Der Diamanthandel Antwerpens hat einen jährlichen Umsatz von mehr als 23 Milliarden Dollars. Ungefähr 1.500 Diamantfirmen sind auf einer Oberfläche von kaum einem Quadratkilometer angesiedelt. Von den 25 Diamantbörsen weltweit sind 4 in Antwerpen aktiv. Im Diamantmuseum und in einigen eleganten Ausstellungsräumen kann der Besucher faszinierende Ausstellungen und Führungen genießen.

Wahrzeichen der Stadt ist die gotische Liebfrauenkathedrale mit ihrem 123 Meter hohen Turm. Die Antwerpener Liebfrauenkathedrale versöhnt die Begriffe “Sein” und “Werden” miteinander. Einerseits beherrscht der Nordturm, der wie ein ausgestreckter Finger zum Himmel weist, bereits seit einem halben Jahrtausend die Silhouette der Stadt. Andererseits wurde die Kathedrale ebenso lange umgebaut, renoviert und restauriert. Sie ist eine Synthese unterschiedlichster Stilepochen, darunter Gotik, Renaissance, Barock und Rokoko, aber hat sich nie auf das Wort “fertig” festlegen lassen. Seit 1999 gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Antwerpens „berühmtester Einwohner“ ist Peter Paul Rubens, der 1577 in Deutschland geboren wurde und 1589 mit seiner Mutter und Geschwister nach Antwerpen zurückkehrte. Sein Haus und Arbeitszimmer gehören heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Antwerpen. Der Meister des flämischen Barocks war nicht nur der berühmteste Maler seiner Zeit, sondern auch Buchillustrator, Architekt und Diplomat.
In einigen Bauwerken in Antwerpen begegnen Sie dem Maler und seiner Kunst:
In Antwerpen brodelt die Mode. Alles kam in den achtziger Jahren mit den inzwischen legendären „Sechs von Antwerpen“ erst richtig ins Rollen.. Walter Van Beirendonck, Martin Margiela, Ann Demeulemeester, Dries Van Noten, Dirk Van Saene, Marina Yee und Dirk Bikkembergs studierten alle an der Modeakademie der Hochschule Antwerpen. 1986 zeigten sie ihre Kollektionen auf einer Fachmesse in London, mit internationalem Erfolg. Danach ging jeder seinen eigenen Weg und wurden alle unabhängig voneinander berühmt.
In die Fußspuren der „Sechs von Antwerpen“ trat eine Menge umjubelter junger Designer, darunter: Lieve Van Gorp, Anna Heylen, Stephan Schneider, Wim Neels, Christophe Broich, Raf Simons, Veronique Branquinho, A.F. Vandevorst, Jurgi Persoons, Angelo Figus, Bernhard Willhelm, Bruno Pieters, Tim Van Steenbergen, Anke Loh, Dirk Schönberger, Christian Wijnants, Haider Ackermann. Sie alle haben in Antwerpen studiert und haben hier ihr Atelier, ihren Ausstellungsraum oder ihr Geschäft.
Seit 2002 hat Antwerpen auch ein richtiges Modezentrum, die „Modenatie“. In diesem einmaligen Gebäude im Herzen der Altstadt haben das Flanders Fashion Institute, das ModeMuseum, die Modeabteilung der Artesis Hochschule, ein in Kunstbüchern spezialisierter Laden und ein Restaurant ein Unterkommen gefunden.
Die jährliche Modenschau in Juni, die von der Modeabteilung der Artesis Hochschule organisiert wird, ist immer wieder ein Fest, das mehr als 6 000 internationale Besucher anzieht.

Fast 35 Museen, 6 Konzerthallen, 1 Oper, 3 Kinokomplexen sowie mehr als 25 Theater und freie Theatergruppen prägen die vielfältige und abwechslungsreiche Unterhaltungslandschaft in Antwerpen. Sogar im Sommer werden in der Stadt unter freiem Himmel hunderten von Unterhaltungsaktivitäten wie Theater-, Zirkus- & Filmvorstellungen, Musikkonzerten, Festivals und vieles mehr organisiert.
Über 600 Restaurants und 1800 Kneipen sorgen dafür, dass Sie die herrlichsten belgischen Gerichten und Getränken genießen können. Als Hafenstadt hatte Antwerpen schon immer eine internationale Ausstrahlung. Das merkt man auch an dem reichlichen Angebot von ethnischen Restaurants: Chinesisch, Japanisch, Türkisch, Griechisch, Spanisch, Afrikanisch, Arabisch, Argentinisch, …

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